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Brustkrebs

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Brustkrebs

Die Diagnose Brustkrebs kann ein harter Schlag sein, aber durch die Arbeit der Breast Units, die Präventionskampagnen und die Früherkennung ist die Lebenserwartung erheblich gestiegen. Es wird geschätzt, dass etwa 90 % aller Fälle von Brustkrebs auf Frauen entfallen, die wieder gesund werden.  

Brustkrebs: die Rolle der Prävention  

Dr. Carlo Magliocca, Facharzt für rekonstruktive und ästhetisch-plastische Chirurgie und derzeitiger Präsident der S.I.C.P.R.E. (Italienische Gesellschaft für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie), arbeitet seit über 40 Jahren im Fatebenefratelli in Rom und gehört zum Team der Breast Unit, die sich mit der Behandlung von Brusttumoren befasst:  «So wie wir im Leben Zeugen des Fortschritts sind, hat auch die Schönheitschirurgie große Fortschritte gemacht – erklärt Dr. Magliocca – Dank des Mammographie-Screenings und einer verstärkten Präventionskultur sind auch die Operationen weniger invasiv geworden: Komplette Mastektomien werden immer seltener, und die Menschen kehren schneller zur Normalität zurück». 

Häufige Vorsorgeuntersuchungen, zunehmende Aufmerksamkeit für das Thema und ständige Innovation sind Schlüsselfaktoren bei der Behandlung von Brustkrebs: «Vor allem der psychologische Aspekt hat an Bedeutung gewonnen. In den Brustzentren ist die Anwesenheit eines Psychologen heute üblich. Eine Brustkrebserkrankung hat starke Auswirkungen auf die Psyche einer Frau, da ein Organ betroffen ist, das ihre Weiblichkeit symbolisiert», sagt der Chirurg weiter. Auch die postoperativen Narben spielen in diesem Prozess eine wichtige Rolle, wie Gretha Grilz, Fachärztin für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie und Chirurgin in der Brustabteilung des Cottolengo-Krankenhauses in Turin, erklärt, denn viele Frauen, die sich vom Tumor erholt haben, tragen stolz die Zeichen der Operation. Im Piemont werden jährlich 4.000/4.500 neue Fälle registriert, was bedeutet, dass bei 1 von 8 Frauen Brustkrebs diagnostiziert wird. Obwohl die Zahlen steigen, ist die Heilungsrate sehr hoch. Diese ermutigende Zahl ist das Ergebnis wichtiger Präventions- und Screening-Maßnahmen. «Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Frauen, die sich stärker an diese Empfehlungen halten – erklärt die Ärztin – ein um 40 Prozent geringeres Risiko haben, an einem Tumor zu erkranken». 

Behandlung von Brustkrebs

Die Standardtherapie bei Brustkrebs besteht in einer konservativer Behandlung, bei der nur der erkrankte Teil entfernt wird, in Kombination mit einer Strahlentherapie.  

«Die konservative Therapie hat große Fortschritte gemacht – erklärt Dr. Grilz, Fachärztin für plastische Chirurgie und Chirurgin an der Brustabteilung des Cottolengo-Krankenhauses in Turin – und kann sich der onkoplastischen Techniken bedienen». Diese Methode ist weitaus fortschrittlicher als die traditionellen, da sie ein fundiertes Wissen über die plastische Chirurgie voraussetzt und Schnitte mit einem bemerkenswerten Ergebnis ermöglicht. Dazu erklärt die Ärztin: «Die Entfernung des Tumors und die Wahrung der körperlichen Gesundheit des Patienten ist eines der Ziele, die bei der chirurgischen Planung verfolgt werden müssen. Aus diesem Grund ist die Anwesenheit eines plastischen Chirurgen im Operationssaal unerlässlich, unabhängig davon, ob es sich um eine konservative oder eine zerstörende Operation handelt». 

Barbara Cagli, Fachärztin für plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgie und Leiterin der Brustabteilung am Campus Biomedico in Rom, vermittelt auch eine hoffnungsvolle Botschaft: «Ich denke, dass Brustkrebs immer operierbar ist». Wenn der Tumor auf einen einzigen Quadranten der Brust beschränkt ist, kann eine Quadrektomie lokalisiert durchgeführt werden. In diesem Fall erfolgt der Wiederaufbau durch die Verlagerung von Gewebe aus einem Quadranten der Brust in den anderen. 

Neben dem chirurgischen Verfahren wurde hervorgehoben, dass körperliche Aktivität ein guter Weg zur Rückkehr in den Alltag sein kann.  Mariagrazia Punzo, Präsidentin der Associazione Pagaie Rosa Dragon Boat ONLUS in Castel Gandolfo, erzählt, wie der Drachenbootsport zu einer Therapie für Frauen werden kann, die sich einer Brustkrebsoperation unterzogen haben: «In der Bewegung zum Vorwärtsbewegung des Bootes – erklärt die Präsidentin des Vereins – gibt es einen Be- und Entladezyklus, der die natürliche Drainage begünstigt». Neben den körperlichen Vorteilen gibt es auch eine große emotionale Ladung, die die Paddlerinnen einbezieht: «Ich sage immer, dass wir alle im selben Boot sitzen – sagt Punzo weiter – und es ist nicht nur eine Metapher, sondern ein physischer Ort». 

Weiblicher und männlicher Brustkrebs  

«In Italien werden jährlich 370.000 Fälle von Brustkrebs diagnostiziert», erklärt Dr. Umberto Cortinovis, Spezialist für rekonstruktive und ästhetisch-plastische Chirurgie am Istituto Nazionale dei Tumori in Mailand. «Auch Männer sind von dieser Krankheit betroffen – erklärt der Chirurg – laut den Daten werden etwa 500 Fälle von männlichem Brustkrebs diagnostiziert».

Dr. Marco Bernini, Allgemeinchirurg für Brustkrebs am Careggi-Krankenhaus in Florenz, fügt hinzu, dass es keinen Unterschied zwischen diesen beiden Krebsarten gibt: «Aus biologischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Krebs». 

Außerdem ist Brustkrebs die häufigste Krebsart beim weiblichen Geschlecht.

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